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Die dunkle Seite der Kunststoffe
Weichmacher (Phthalate)

gefÄhrliche weichmacher

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Weichmacher werden vor allem in PVC (Polyvinylchlorid) eingesetzt,

das ohne Weichmacher hart und spröde ist. Die klassischen Weichmacher für PVC sind die Phthalate (Der Name Phthalat kommt von "Naphtha", Rohöl)
Die fünf am häufigsten eingesetzten Phthalate sind:
DIDP (Di-isodecyl-phthalat)
DINP (Di-isonyl-phthalat)
DHEP (Di(2-ethylhexyl)phthalat)
DBP (Dibutylphthalat)
BBP (Benzylbutylphthalat)

Hart-PVC kann frei von Phthalaten sein, Weich-PVC besteht durchschnittlich aus 30 bis 35 % aber auch zu 60 % aus Weichmachern.

Wie gefährlich sind Phthalate?

Im Tierversuch erwiesen sich Phthalate, v.a. das DEHP als krebserregend, entwicklungstoxisch und reproduktionstoxisch. Wirkungen wurden v.a. bei den männlichen Nachkommen beobachtet und äußerten sich u.a. in verminderter Fruchtbarkeit und Missbildungen der Genitalien.


Fortpflanzungsgefährdend

Fast bei jedem Menschen sind Phthalate und ihre Abbauprodukte im Blut und/oder Urin nachweisbar. Bei welchen Dosen beim Menschen Effekte auftreten, ist noch nicht geklärt. Neueste Studien an unfruchtbaren Männern deuten darauf hin, dass dies durch erhöhte Phthalat-Belastungen verursacht sein könnte.
Die Mitgliedsstaaten der EU stuften die Phthalate DEHP, DBP und BBP als fortpflanzungsgefährdend ein. Für Babyartikel und Kinderspielzeug erteilte die EU-Kommission mittlerweile ein Anwendungsverbot dieser Substanzen (Allerdings etwa 80% des in der EU erhältlichen Spielzeugs ist importiert)


Anreicherung in der Umwelt

Die chemische Industrie ersetzt seit einigen Jahren fortpflanzungsgefährdende Phthalate vor allem durch DIDP und DINP (in Europa aus Vorsorgegründen für Babyartikel und Kinderspielzeug ebenso verboten). DIDP und DINP stehen im Verdacht, sich in hohem Maß in Organismen anzureichern und in Boden und Sedimenten langlebig zu sein. Die hohen Einsatzmengen für Weich-PVC und die Strukturähnlichkeit zu DEHP lassen eine starke Ausbreitung in der Umwelt erwarten.


Wie gelangen Phthalate in unsere Umwelt?

Phthalate sind überall zu finden, auch im Hausstaub, in unserem Blut, in der Muttermilch.
Weichmacher sind im Kunststoff nicht fest gebunden und können verdampfen, ausgewaschen oder abgerieben werden. Sie stammen im hauptsächlich aus

        
  • PVC-Produkten (z.B. Bodenbeläge, Rohre und Kabel, Teppichböden, Wandbeläge, Tapeten, Duschvorhänge, Babyartikel, Kinderspielzeug, Schuhsohlen, Sport- und Freizeitartikel, Vinyl-Handschuhe, KFZ-Bauteile, Kunstleder,...),
  • Dispersionen, Lacke/Farben
    (Produkte, die das Österreichische Umweltzeichen („Hundertwasserzeichen“) tragen, dürfen keine Phthalate enthalten)
  • Emulgatoren, (Lebensmittel)-Verpackungen;

(In Österreich sind Phthalate -mit Ausnahmen - in Lebensmittelverpackungen nicht zugelassen. Von Seiten der Industrie wurde mehr und mehr auf weichgemachtes PVC in der Lebensmittelverpackung verzichtet. Früher enthielten die Frischhaltefolien aus PVC (sog. cling-film) Phthalate. Heute werden die Frischhaltefolien (zumindest in Europa) größtenteils mit DEHA (einem Adipat) weich, flexibel und haftend gemacht

  • Lebensmitteltransportbänder
  • Dichtmassen
  • Zellulose-Kunststoffe,
  • Nagellacke,
  • Klebstoffe (v.a. Polyvinyl-Acetate),
  • Benetzungsmittel in der Textilindustrie,
  • Kosmetika: div. Körperpflegemittel, Parfums, Deodorants
  • Pharmazeutische Produkte

  • Wie gelangen Phthalate in den menschlichen Organismus?

Im Wesentlichen über

die Luft, z.B. durch ausdampfende PVC-Einrichtungsartikel oder hohe Konzentrationen im Autoinnenraum „Neuwagengeruch“,

die Nahrung, z.B. durch Lebensmittel, die mit Phthalaten in Berührung kommen (Milch, Butter, Fisch, Fleisch, Wurstwaren,...), durch Wurzelgemüse, das Phthalate aus dem Boden aufnimmt.

Kosmetika (z.B. Nagellack enthält bis zu 5% DPB, das leicht über Haut aufgenommen werden kann)

Kinder können auch besonders hohe Mengen aufnehmen, wenn sie an PVC-Gegenständen saugen oder nuckeln.

Pharmazeutische Produkte: Magensaft resistenten Pillen/Tabletten (time-release Medikamente), Blutbeutel, Schläuche, Katheder, Beutel für Nährlösungen, Schaumverhüter, Medikamentenverpackungen u.a.


Sind Weichmacher in Getränkeflaschen?

Getränkeflaschen aus Kunststoff bestehen meist aus PET (Polyethylenterephthalat). Für die Produktion von PET-Flaschen sind keine Phthalate als Weichmacher erforderlich.

Warum verzichtet man nicht auf Phthalate?

Wirtschaftliche Bedeutung

Weltweit werden ca. 5 Millionen Tonnen Phthalate jährlich hergestellt. In der EU beträgt das Marktvolumen ca. eine Million Tonnen. Mehr als 90 % gehen in die Produktion von Weich-PVC.

Produkteigenschaft

Durch die Weichmacher erhält PVC erst die Produkteigenschaften, die von PVC verlangt werden. PVC Ersatzprodukte sind viel teurer wie z.B. Fußbodenbeläge aus Linoleum oder Kork.

 

Quellen:
Umweltbundesamt Deutschland
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/hintergrund/weichmacher.pdf
Greenpeace Phthalate.pdf
http://www.arbeitsmedizin.uni-erlangen.de/Phthalate_FAQ.html